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Geistiges Eigentum

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Ideenmanagement statt Amtsschimmel

Wenn es um den Schutz ihrer Rechte geht, schrecken viele kleine und mittlere Unternehmen zurück. Eigentlich grundlos, wie ein Blick auf die Tätigkeit des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum zeigt.

Rund 6 - 7 Milliarden Franken werden allein in der Schweiz jährlich durch Doppel- oder Fehlentwicklungen in den Sand gesetzt. „Wer sich am Schluss nicht in einem betonierten Gebiet befinden will, muss sich am Anfang fundiert dokumentieren“, umschreibt Roland Tschudin vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) den Hauptgrund für die verlochten Milliarden. Seit der Umwandlung in ein betriebswirtschaftlich unabhängiges Institut präsentiert sich das ehemalige Bundesamt für Geistiges Eigentum als Begegnungsstätte und Drehscheibe der Wissensvermittlung. Nebst der klassischen Aufgabe als nationale Anlaufstelle für gewerbliche Schutzrechte (Patente, Marken, Design usw.) ist die gezielte, kostengünstige Aufbereitung von Informationen für Unternehmer, Erfinder und Manager zur Haupttätigkeit des IGE angewachsen.

Bearbeitung im Expresstempo

Ist der frische Wind aus der Bundeshauptstadt bei den KMU spürbar? Der Jungunternehmer Karl-Georg Burri kann diese Frage bejahen. Zusammen mit einem Partner führt Burri die High-Tech-Firma QualiVision AG in Oberrieden. „Ich besuchte einmal eine Informationsveranstaltung des Instituts“, erzählt Burri, „anschliessend profitierte ich vom Angebot, unseren Firmennamen im neugeschaffenen Expressverfahren international schützen lassen.“ Beim Expressverfahren garantiert das IGE die Markeneintragung innerhalb von drei Monaten nach der Hinterlegung. Im Normalverfahren wird die Markeneintragung in sechs Monaten garantiert. Ein Blick zurück: Noch bis Ende 1995 verstrichen zwischen der Hinterlegung und der Eintragung im Markenregister mehr als 18 Monate. Burri betrachtet die Tätigkeit des IGE denn auch als direkte Möglichkeit der Wirtschaftsförderung: „Markenschutz und professionelle Recherchen erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von KMU.“ Und die anfallenden Kosten? „Sie sind auch für ein kleines Unternehmen tragbar.“

Weiterer Dienstleistungsausbau

Auch der freischaffende Elektroingenieur Walter Hammer hat mit der kundenorientierten Geschäftsphilosophie des IGE gute Erfahrungen gemacht. „Als ich noch Angestellter war, wurde vom Arbeitgeber für die Patentabfassung stets ein Patentanwalt eingeschaltet“, führt der Spezialist für Integrierte Schaltungen aus. „Dadurch wurde das Verfahren nicht nur verteuert, sondern auch komplizierter, da Techniker und Anwälte nicht die gleiche Sprache sprechen.“ Dank seines Know-hows und klaren Richtlinien seitens des IGE kann Hammer die Patentabfassungen heute vollumfänglich Inhouse erledigen. Für Roland Tschudin vom IGE hat der weitere Ausbau des Dienstleistungsangebots Priorität: „In einem nächsten Schritt möchten wir auch Konkurrenzanalysen anbieten.“ Mit steter Informationsarbeit sollen die KMU zudem weiter für die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem IGE sensibilisiert werden. Karl-Georg Burri und Walter Hammer gehören mit ihren Firmen nämlich immer noch zu einer Minderheit: Gemäss einer aktuellen Studie arbeiten lediglich rund 30 Prozent der KMU mit Schutzrechten. Karl-Georg Burri und Walter Hammer sind Unternehmer mit Perspektiven. Deshalb sind sie Mitglieder der APTE Association, dem Netzwerk für Fachspezialisten aus Technologie, Marketing und Investment. Beantragen Sie Ihre Mitgliedschaft, oder verlangen Sie zusätzliche Informationen.

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APTE Association
Schweizergasse 10
CH-8001 Zürich
Tel.: 01 210 36 94
Fax: 01 210 36 95
Mail: z@apte.ch
Mail: http://www.apte.ch

Siehe auch:

Maincode GmbH  (Venture Capital)
MTT AG  (Corporate Development)

Start-ups

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Die Jungunternehmer-Szene wird weiter anwachsen

In der Schweiz wagen immer mehr Personen den Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Drei Firmengründer und ein Versicherungsberater berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen.

„Ein Unternehmer ist einer, der einmal mehr aufsteht als hinfällt.“

BOOM-Chefredaktor Olivier Michel, weiss wovon er spricht. Die Geschichte
von BOOM ist die nämlich die Geschichte eines Jungunternehmens: Ende
1996 brachte Olivier Michel das Schweizer Unternehmermagazin zusammen
mit zwei Partnern auf den Markt. Die Finanzbeschaffung sowie
Rund-um-die-Uhr-Arbeitszeiten bezeichnet er als Hauptschwierigkeiten für
ihn und andere Jungunternehmer. Dennoch ist er davon überzeugt, dass
sich der Trend zur beruflichen Selbständigkeit fortsetzt: „Die
Jungunternehmer-Szene wird an Bedeutung gewinnen.“ Michel nennt zwei
Hauptargumente für seine These: „Die grossen Unternehmen werden künftig
noch vermehrt Outsourcing betreiben. Zudem gibt es viele Fachkräfte, die
keine Lust mehr haben, in einem anonymen Unternehmen zu versauern.“

Voller Rucksack als Startkapital

Mit seinen praxisnahen Beiträgen und Tipps ist BOOM für viele
Jungunternehmer zu einem wichtigen Arbeitswerkzeug geworden. Auch Marcel
Klebl findet das Magazin mit Sitz im Zürcher Technopark eine „sehr gute
Zeitschrift.“ Der Elektroingenieur ETH und Wirtschaftswissenschaftler
hat Anfang Jahr zusammen mit einem Partner die i-TEC Innovative
Technologies GmbH in Zürich gegründet, ein auf Webdesign und
Intranet-Lösungen für Unternehmen fokussiertes Unternehmen. „Da wir ohne
grössere Vorinvestitionen ausgekommen sind, musste ich keine Energie für
die Kapitalsuche aufwenden und konnte dafür die ganze Kraft in den
Aufbau des Geschäfts stecken“, umschreibt Klebl den gelungenen Start.
Seine ersten Erfahrungen als Jungunternehmer sieht er auf zwei Ebenen:
„Die materielle Ebene muss noch besser werden. Auf der persönlichen
Ebene dagegen ist unsere Arbeit extrem befriedigend. Wir lernen viele
Leute kennen, die Optionen öffnen.“ Er sieht sich mit seinen Kunden im
gleichen Boot sitzen: „Unsere Kunden sind ebenfalls KMU, was die
Kräfteverhältnisse ausgeglichen gestaltet und eine enge Bindung
ermöglicht.“

Der erste Auftrag...

Thomas Renkewitz kommt in seinem beruflichen Alltag als
Versicherungsberater der „Basler“ oft mit Jungunternehmern ins Gespräch.
„Neue Firmen tragen wesentlich zur Belebung der Schweizer Wirtschaft
bei“, unterstreicht Renkewitz, der bei seiner Tätigkeit auch mit den
Schattenseiten des Trends konfrontiert wird. „Wenn sich jemand aus einer
Notlage heraus beruflich selbständig macht, fehlt manchmal für
Versicherungen, die über das Minimum hinausgehen, die finanzielle
Substanz. Renkewitz empfiehlt deshalb potentiellen Firmengründern, die
Versicherungsfragen vor dem Sprung ins kalte Wasser abzuklären.
„Dann ist ein Richtungswechsel noch möglich“, erläutert er.
Johannes Felber ist Geschäftsführer und Mitbegründer der Synics AG,
einem Unternehmen für Hard- und Softwareentwicklungen mit Domizil in
Regensdorf. „Als wir vor zehn Jahren zu zweit starteten, waren wir etwas
naiv“, erzählt der Elekroingenieur HTL, „der eine suchte den ersten
Auftrag, der andere gründete die Firma.“ Heute umfasst die Kundenliste
Konzerne wie Landis & Gyr oder Schindler und die Namen von sieben
Personen stehen jetzt auf die Lohnliste. Zukunftspotential sieht Felber in
Entwicklung und Verkauf von Eigenprodukten. Die High-Tech
Saunasteuerungsanlage aus dem Hause Synics wurde bereits auf
dem Markt lanciert.

Olivier Michel, die i-Tech Innovative Technologies GmbH, Thomas Renkewitz
und die Synics AG sind Mitglieder in der APTE Association,

dem Netzwerk für Fachspezialisten aus Technologie, Marketing und Investment.
Beantragen auch Sie Ihre Mitgliedschaft, oder verlangen Sie zusätzliche
Informationen.

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Zukunft

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Die Zukunft in Aufbruchstimmung anpacken

Eine Naturwissenschaftlerin und drei Unternehmer geben Auskunft über ihre Aussichten, Wünsche und Ziele für das Jahr 1999.

"Ich habe es mir schon lange abgeschminkt, bestimmte Erwartungen zu
haben." Alfred H. Müller von der Seitzmeir Immobilien AG in Zürich
blickt gelassen in die Zukunft. In seiner Branche könne man nicht
voraussehen, was morgen passieren werde, führt er aus. Deshalb sei
weiterhin Flexibilität gefragt. Auch den Milleniumgefahren sieht Müller
zuversichtlich entgegen: "Einer 82 Jahre alten Firma kann die
Jahrtausendwende nicht den Schweiss in die Schuhe treiben." Die
Seitzmeir AG trimmte ihr EDV-System bereits in diesem Jahr auf
Zukunftstauglichkeit. "Wir haben uns so weit wie möglich abgesichert,
sagt Müller. "Jetzt müssen wir uns auf die EDV-Fachleute verlassen
können." Hat er einen Wunsch offen? "Bessere Perspektiven für die
Jungen, dann würde es uns allen besser gehen."

Angst vor Aengsten

"Ich bin in einem Wachstumsmarkt tätig, und dieses Wachstum beschleunigt
sich jetzt auch in Europa." Serge Perriard hat hohe Erwartungen ans
nächste Geschäftsjahr. Er arbeitet als selbständiger Marketingberater
für Unternehmen in den Bereichen Biotechnologie und Chemietechnik. Zudem
ist Perriard Chefredaktor und Mitinhaber der Fachzeitschrift
"Bioworld." "Bei meinen Kunden ist manchmal Angst vor den Aengsten
vorhanden", sagt er in Anspielung auf die gesellschaftliche Debatte über
die Biotechnologie. Dementsprechend gross sei die Erleichterung über die
Ablehnung der Genschutz-Initiative gewesen. Perriard möchte mehr
Zukunftshoffnung in unserer Gesellschaft spüren. Und er wünscht, "dass
es möglichst vielen Leuten auf der Welt gut geht."

Neue Arbeitsplätze schaffen

"Unser Businessplan für 1999 sieht ein Wachstum von 25 % Prozent vor."
Hans Eggensberger ist Inhaber und Gründer der Ultratec Inter AG in
Otelfingen. Die rosigen Aussichten seiner fünfköpfigen Handelsfirma für
elektronische Bauelemente und Hightech-Produkte begründet Eggensberger
nicht zuletzt mit der Unternehmenstruktur. In diesem Gefüge ermöglichen
Doppelfunktionen eine Professionalität, wie sie sonst grösseren
Betrieben vorbehalten ist. "Bei uns hat jeder Mitarbeiter zwei
Rucksäcke, einer davon ist immer der Verkauf", erläutert Eggensberger,
der sein Unternehmen im Oktober 1997 gegründet hat. "Im Alleingang und
nach über 20jähriger internationaler Branchenerfahrung", wie er anmerkt.
Bis Ende 1999 soll der Personalbestand auf 10 Leute verdoppelt werden.
Eggensbergers Wunsch an unsere Gesellschaft: "Die Zukunft soll in einem
positiven Geist und in einer Aufbruchstimmung angepackt werden."

Umdenken bitte

"Ich möchte etwas bewegen und nicht nur Papier produzieren." Regula
Müller von der ETH Zürich hat auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen
Grundlagen der Wechselwirkung elektromagnetischer Felder auf das
Kristallisationsvorgehen eine Pionierarbeit geleistet, die kommerziell
umgesetzt werden kann. "1999 steht für mich der Grunsatzentscheid an, ob
ich in die Produktion gehe oder in die Forschung, ob ich im Ausland
arbeite oder in der Schweiz bleibe", sagt die promovierte
Naturwissenschaftlerin. "Die Umsetzung von Innovationen braucht Mut und
Initiative, sie sollte deshalb vermehrt unterstützt werden, plädiert
Regula Müller. Mit der Zukunft verbindet sie die Hoffnung auf ein
tiefgreifendes Umdenken. "Es kann relativ einfach durchdacht werden,
dass wir mit den alten Strukturen nicht mehr weiterkommen. Die Leute
sollten vermehrt daran denken, was sie in der Welt für andere Menschen
bewirken."

Regula Müller, Serge Perriard, die Seitzmeir AG und die Ultratec Inter AG
sind Mitglieder von APTE, dem Netzwerk für Fachspezialisten aus
Technologie, Marketing und Investment.

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Siehe auch:

Bioworld  (Fachzeitschrift für molekularbiologische und biotechnologische Anwendungen)

 

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